MILDE TEMPERATUREN, WENIG REGEN

 

Die geographische Lage des Rhein-Pfalz-Kreises im Oberrheinischen Tiefland zwischen den Höhen des Pfälzer Waldes und des Odenwaldes sorgt für ein ausgesprochen mildes und trockenes Klima.

 
Kartoffelblüten unter heiterem Pfalz-Himmel

Nirgendwo sonst in Deutschland wird es beispielsweise so früh Frühling wie in der Rheinebene. Gegenüber einem Standort im höheren Pfälzer Wald haben die Pflanzen hier einen Wachstumsvorsprung von etwa drei Wochen. Darüber hinaus setzt der Herbst verzögert ein, was dazu führt, dass die Vegetationszeit mit mittleren Temperaturen von mindestens 5° C durchschnittlich 282, manchmal aber sogar 325 Tage andauert. Der Durchschnittswert für das ganze Jahr liegt bei etwas mehr als 11° C, für den Januar bei knapp 1° C und für den Juli bei nicht ganz 20° C. Sommertage mit einer Spitze von mehr als 25° C gibt es im langjährigen Mittel 47.

Diese Temperaturen und mehr als 1.900 Sonnenstunden im Jahr ermöglichen den Anbau von Pflanzen, die sonst in den Subtropen beheimatet sind. Dazu gehören neben Weinreben auch Mandeln, Pfirsische, Melonen oder Tabak. Zum "Gemüsegarten Deutschlands" konnte sich der Rhein-Pfalz-Kreis aber erst entwickeln, nachdem für die Landwirtschaft ein Leitungsnetz installiert worden war. Die Felder werden zentral mit Wasser aus dem Otterstadter Altrhein versorgt, denn die natürliche Niederschlagsmenge hält sich mit einem Schnitt von ungefähr 520 Litern pro Quadratmeter und Jahr sehr in Grenzen.