Arbeitsfelder der Gleichstellungsbeauftragten
Gewalt
Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter.
Frauen werden auf der Straße belästigt, im Beruf sind sie schutzlos gegen Übergriffe, werden psychisch misshandelt und in unterschiedlichster Weise sexuell missbraucht.
Dies findet innerhalb und außerhalb der Familie statt.
Gewalt gegen Frauen wird überwiegend durch Männer und hauptsächlich durch Ehe- oder Lebenspartner im häuslichen Bereich verübt.
Runder Tisch
Veranstaltungen und Projekte
Ansprechpartnerinnen und Anlaufstellen
Infosystem
Dokumentation und Archiv
| Das ABC der Gewalt G eschlecht, Gefahr E kel, Entsetzen W ut A ngst L eiden, Last T rauma, Täter Und wie buchstabieren Sie GEWALT? |
Runder Tisch
Aufgaben des Runden Tisches
- Austausch und Vernetzung
- Koordinierung und Vernetzung (aller) staatlichen und nicht staatlichen Einrichtungen (im Hilfesystem) vor Ort, die im Bereich Gewalt in engen sozialen Beziehungen arbeiten
- Analyse regionaler Stärken und Schwächen im Interventionsprozess
- Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen
- Umsetzung von Platzverweis und Gewaltschutzgesetz
- Kooperationen der Institutionen vor Ort, insbesondere zwischen Polizei, Beratungsstellen und Jugendämtern
- Fortgesetzte Vernetzung zwischen Einrichtungen des Anti-Gewaltbereichs und des Gesundheitsbereichs
- Umsetzung einer gender-orientierten Präventionsarbeit
- bei Mitbetroffenheit von Kindern: Kooperation/Abstimmung zwischen den Hilfeeinrichtungen für Frauen und denen für Kinder
(Quelle: RIGG)
Ziel des Runden Tisches
- verschiedene Professionen und ehrenamtlich Tätigen den Austausch und die Vernetzung miteinander zu ermöglichen
- Gestaltung von Vernetzung in der Zukunft
- Beteiligte sind: Interventionsstelle IST, Polizei, Beratungsstellen der Diakonie und der Caritas, Frauenhäuser und Notrufe, Wildwasser e.V., Solwodi e.V., Justiz, Allgemeiner Sozialdienst
Der erste Runde Tisch zu diesem Thema fand im November 2005 statt (Dokumentation dazu hier).
Termine für das Jar 2006 des Runden Tisches im Rhein-Pfalz-Kreis in Kooperation mit den Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden des Landkreises und der Interventionsstelle:
Mittwoch, 29.März 2006
Mittwoch, 21.Juni 2006
Mittwoch, 08.November 2006
Sollten Sie Interesse an der Teilnahme des Runden Tisches haben, so wenden Sie sich an uns:
Telefon 0621 5909 433
E-Mail Gleichstellungsstelle@kv-rpk.de
Veranstaltungen und Projekte
Wir kooperieren
- mit dem zuständigen Ministerium zum Erstellen und Verteilen von Infomaterial für ausländische Frauen in der jeweiligen Landessprache
www.rigg-rlp.de/riggdownloads/migrantinnen.pdf - mit den entsprechenden Abteilungen (Rechtsangelegenheiten mit Ordnung und Verkehr und dem Allgemeinen Sozialdienst) im Kreishaus
www.rhein-pfalz-kreis.de - mit Verbänden, Vereinen und Beratungsstellen, die sich dieses Themas annehmen
Hilfsangebote für betroffene Frauen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis
als PDF-Datei zum Download
Wir informieren Sie in Kooperation mit allen Gleichstellungsbeauftragten in den Gemeinden
- über die Umsetzung und Anwendung des Gesetzes und die neuen Schutzrechte für Betroffene in Medien und Amtsblättern vor Ort
- durch Ausstellungen (Infos als PDF-Datei)
- und bieten Veranstaltungen an
Wegweiser über Beratungsstellen
Sie finden hier Beratungsangebote im Rhein-Pfalz-Kreis und in den angrenzenden Städten als PDF-Datei zum Download. Wir aktualisieren die Übersicht, wenn uns Änderungen bekannt sind.
Wenn Sie Anregungen und Informationen für uns haben, so teilen Sie uns diese per E-Mail an gleichstellungsstelle@kv-rpk.de mit.
Hilfsangebote
Was tun, wenn Sie von Gewalt betroffen sind?
Platzverweis
Rufen Sie die nächste Polizeidienststelle an, sie kann direkt am Tatort einen Platzverweis gegen den Täter, zunächst für maximal 10 Tage, aussprechen (§ 13 Polizeiordnungsgesetz POG vom 11.02.2004). Eine Verlängerung kann durch Antrag erfolgen.
Bei Zivilgerichten können Sie Anträge als Schutzanordnungen stellen, wie zum Beispiel:
- Näherungs- und Kontaktverbot
- Verbot, die Wohnung zu betreten
- Verbot, sich der Schutzperson oder Wohnung bis auf einen bestimmten Umkreis zu nähern
- Verbot, Orte aufzusuchen, an denen sich die Schutzperson regelmäßig aufhält
- Verbot der Kontaktaufnahme (z.B. SMS, eMail)
Der Verstoß dagegen ist ein neuer Straftatbestand. Die Polizei informiert sie über weitere Schritte, die Sie gehen können. Diese Schritte sind auch in dem Flyer aufgeführt, den Ihnen die Polizei überreicht. Die Polizei informiert mit Ihrem Einverständnis die Interventionsstelle.
AnsprechpartnerInnen/Anlaufstellen
Hilfsangebote für betroffene Frauen aus dem Rhein-Pfalz-Kreis
- Frauenhäuser
- Beratungsstellen
- Staatsanwaltschaft
- Gerichte
- Interventionsstelle IST (in Trägerschaft des Diakonischen Werkes/Pfalz),
Falkenstraße 19, 4.OG, 67063 Ludwigshafen, Telefon 0621 5292536, Fax 0621 5293546, E-Mail ist-lu@diakonie-pfalz.de
Ansprechpartnerinnen sind Christl Leiber und Petra Michel.
Die Mitarbeiterinnen arbeiten nach dem pro-aktiven Ansatz. Das bedeutet, dass sie mit Ihnen telefonisch oder schriftlich Kontakt aufnehmen, wenn sie von der Polizei Ihre Adresse erhalten hat. Sie handeln nur mit Ihrem Einverständnis. Sie werden über Ihre rechtlichen Möglichkeiten zur Beendigung der Gewalthandlungen informiert und können an andere Institutionen weitervermittelt werden. Darüber hinaus findet die Beratung und Versorgung in den angrenzenden Städten und Gemeinden statt, da der Landkreis über keine eigenen Beratungsstellen und Frauenhäuser verfügt. - Die Polizei in Ihrer Nähe. In der Übersicht finden Sie die zuständige Polizeistelle für Ihre Gemeinde (Übersicht hier als PDF-Datei zum Download)
- Allgemeiner Sozialdienst (ASD)
Haben Sie Kinder? Sie können Hilfe und Beratung zur Existenzsicherung, bei Unterhaltszahlungen oder beim Umgangsrecht bei der zuständigen Sozialarbeiterin vom ASD des Rhein-Pfalz-Kreises erhalten (Ansprechpartner des ASD im Überblick, als PDF-Download) - Anlaufstellen in Worms (für Betroffene, die im Norden des Landkreises wohnen)
www.rigg-rlp.de/riggdownloads/stichwortverzeichnis_worms.pdf - Ansprechpartnerinnen vor Ort
In Ihrer Stadt-, Verbandsgemeinde oder Gemeindeverwaltung unterstützen und beraten Sie Ansprechpartnerinnen bei der Lösung Ihrer Existenzsicherung und Einleitung von weiteren Maßnahmen (Übersicht als PDF-Datei zum Download).
Infosystem
Alles über Gewalt- Ausmaß und Formen der Gewalt
- RIGG - Rheinland-Pfälzisches Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Bezügen
www.rigg-rlp.de - Landesweiter Runder Tisch
www.rigg-rlp.de/landesweiter-runder-tisch.html - Regionale Runde Tische
www.rigg-rlp.de/reruti.html
Statistik
Landkreisdaten:
Gewalt in Zahlen:
Kriminalstatistik des Jahres 2003:
www.rigg-rlp.de/riggdownloads/Pkriminalstatistik2003.pdf
Recht
Das neue Gewaltschutzgesetz (GewSchG) vom 11.12.2001
www.gesetze-im-internet.de/gewschg/BJNR351310001.html
Als PDF zum Download
Polizei- und Ordnungsbehördergesetz (POG)
www.rigg-rlp.de/riggdownloads/polizei-und-ordnungsbehoerdengesetz.pdf
Leitfaden für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zur Umsetzung des POG
www.rigg-rlp.de/riggdownloads/LEITFADEN_GesB.pdf
Informationsmaterial
Sie erhalten folgendes Informationsmaterial bei der Gleichstellungsstelle:- Tun Sie was! Nachbarschaft gegen häusliche Gewalt. Rat für Kriminalitätsverhütung Ludwigshafen/Rhein
- Wer schlägt, muss gehen - Eine Erstinformation der Polizei als Flyer
- Stalking - Schluss mit dem Alptraum. Rat für Kriminalitätsverhütung Ludwigshafen/Rhein
- Männliche Gewalt macht Frauen krank. Broschüre des RIGG - Rheinland-Pfälzisches Interventionsprojekt gegen Gewalt in einen sozialen Bezügen (Informationen zum Thema für Akteurinnen und Akteure im Gesundheitswesen)
- Gewalt in engen sozialen Beziehungen beenden. Broschüre des Ministeriums für Bildung, Frauen und Jugend in Rheinland-Pfalz (Informationen zum Thema für Interessierte und Betroffene)
Weitere Informationen zum Thema Gewalt im WWW
Übersicht über Broschüren und Arbeitsmaterial vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Übersicht über Broschüren
Über diese Internetadresse können Sie Ihre Materialien direkt bestellen:
www.bmfsfj.de/Kategorien/Publikationen/publikationsliste.html
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
www.bmfsfj.de
Dokumentation und Archiv
Runder Tisch November 2005
Einladung
Ergebnisprotokoll
Dokumente
Vorträge Polizei/IST
Fahnenaktionen
Seit dem 25.11.2003 führen die Gleichstellungsbeauftragten vor Ort anlässlich des internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen Fahnenaktionen durch.
Ausstellung Tabuzone
In Kooperation mit dem Verein Wildwasser wurde im Kreishaus die Ausstellung "Tabuzone" gezeigt und eine Vortragsreihe durchgeführt. Die Plakatmotive nehmen Stellung zum Thema Gewalt gegen Frauen. Textplakate geben zusätzlich Informationen zu den unterschiedlichen Aspekten, die sich in den einzelnen Bildern befinden. Ziel der Ausstellung ist es, dass Gewalt gegen Frauen keine "Tabuzone" mehr bleibt.
- Ausmaß und Formen der Gewalt
